Erfolg bei bundesweitem Wettbewerb

Sozialkundekurs der 11. Klasse gewinnt bundesweiten Wettbewerb

bpb logo rgbEigentlich sollten die Schüler der Schulleiterin nur kurz etwas über ihr Projekt und die Böhmermann-Zeitung berichten, bevor die Freigabe zur Veröffentlichung in der Schule erfolgt… doch es kam ganz anders:

Mitten im Gespräch ging die Tür auf und der Klassenraum füllte sich mit Presse- und Fernsehteams. Ungläubiges Staunen als Herr Lambertz von der Bundeszentrale für politische Bildung mitteilte, worum es bei der Zusammenkunft mit der Schulleiterin eigentlich geht:

 WIR HABEN GEWONNEN, ERSTER PLATZ, 2.000 €!

Spätestens jetzt war klar, dass das Gespräch mit Frau Koch nur vorgeschoben war. Stattdessen mussten nun Interviews vor laufenden Kameras gegeben und Fragen von Zeitungsreportern beantwortet werden. Zum Artikel in der MZ führt dieser Link.

Doch worum ging es bei unserem Projekt überhaupt?

Es ging um die Frage, ob Satire alles darf und das Ausloten von Grenzen der Meinungs- und Kunstfreiheit. Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo entfachte die Diskussion nach der Ausstrahlung des „Schmähgedichts“ von Jan Böhmermann neu. Sich mit diesem juristisch und gesellschaftlich kontrovers diskutierten Thema im Rahmen des Sozialkundeunterrichts auseinanderzusetzen war die Idee eines Kursteilnehmers.

Nach ca. 6 Unterrichtsblöcken musste dann eine Entscheidung getroffen werden: Wollen wir als Kurs am Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teilnehmen oder nicht?

„Bei einem so großen, bundesweiten Wettbewerb mitmachen? Das macht nur Arbeit und die Chance zu gewinnen geht gen Null“. So die Meinung eines Schülers.

„Wenn wir es nicht probieren werden wir erst recht keine Chance. Und mit dem Thema müssen wir uns im Unterricht eh weiter beschäftigen“. Die Meinung eines anderen Schülers.

Wir haben es probiert…

vor allem den juristischen Aspekt der Böhmermann-Affäre genau untersucht…

uns mit verschiedenen Textsorten in Zeitungen beschäftigt…

zwei Zeitungsseiten erstellt…

und gewonnen.

Die Jury hat neben der ausgewogenen sachlichen Auseinandersetzung mit einem auch in der Gesellschaft umstrittenen Thema insbesonders die Sterbeanzeige und den Untertitel (100 % volksnah – 10 % Satire – 0 % Lügenpresse…) hervorgehoben.

Als unterrichtende Lehrerin möchte ich allen SchülerInnen danken, die sich aktiv am Entstehungsprozess der Zeitung beteiligt haben (also wirklich allen!), auch wenn zum Schluss nicht jeder Beitrag seinen Platz in der Zeitung finden konnte.

GQM

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