Dobříš 2018

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Partnerschaftsbesuch in Tschechien

Die Fahrt der 12. Klassen fand als Gegenbesuch der tschechischen Klasse statt, welche bereits im April 2018 bei uns zu Besuch war. Insgesamt nahmen 20 Schüler und Schülerinnen an dem fünftägigen Projekt teil, welches vom 10. bis zum 14. September verwirklicht wurde. Innerhalb dieser Zeit schufen die Beteiligten Projekte oder besuchten interessante Orte in der Nähe von Dobříš. So besuchten sie die Gedenkstätte Theresienstadt oder sie durften ein noch aktives Kloster erleben. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Landeszentrale für politische Bildung (->) war es wieder eine ereignis- und erlebnisreiche Woche. Robin Gerloff sprach mit den Schülerinnen Louise Dilge und Jessica Wunderlich über ihre Eindrücke.

F: Den ersten Tag verbrachtet ihr in Theresienstadt. Wie war es dort? Was habt ihr gemacht?
A: Wir sind direkt von Quedlinburg aus zur Gedenkstätte gefahren. Dort haben wir dann während einer Führung viel über die unterschiedliche Nutzung des Lagers erfahren, zu vorgerückter Stunde saßen wir in dem original erhaltenen Kino und sahen einen alten Propagandafilm. Ein wahres Ereignis von Schein und Sein.

F: Wie ging der Tag weiter?
A: Wir haben dann gegen Abend unsere Austauschschüler getroffen und sind zu den Familien gefahren. Einige von uns haben sich dann noch einmal in einem Café zusammengesetzt und haben den Tag ausklingen lassen.

F: Habt ihr für die Zeit eures Aufenthalts auch Aufgaben bekommen?
A: Wir befassten uns mit Projekten zum Thema Sprachkultur oder Architektur. Dazu wurden Gruppen gebildet, welche jeweils ein anderes Thema bearbeiten sollten. In einer Gruppe waren dann immer ein Paar von unseren Schülern mit ihren jeweiligen Austauschschülern.
In den Projektaufgaben sollten dann jeweils eine bestimmte Epoche, wie Renaissance oder Gotik, auf deutsche und tschechische Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht werden.

F: Was waren eure Erlebnisse, wenn ihr nicht mit der Umsetzung der Projekte beschäftigt wart?
A: Am Dienstag waren wir in Tabor, jedoch erkundeten wir die Stadt getrennt, jeweils mit einem Sprachführer in unserer Sprache, und haben  dort die Architektur und das Leben studiert. Tabor ist eine Stadt die Ähnlichkeiten mit Quedlinburg hat, das war ganz interessant zu beobachten.
Eine Ausstellung mittelalterlicher Gebäude gab es für uns am Mittwoch in einem Freilichtmuseum zu sehen. Danach sind wir dann zusammen mit den Tschechen in ein noch aktives Kloster gegangen, welches gigantisch und prunkvoll war.
Am Donnerstag trafen wir uns nach einer Führung durch das Schloss Dobříš, zu Sport und Spiel. Im Anschluss daran fand ein Workshop mit der dortigen Kunstlehrerin statt, in welchem wir dann Miniaturen von Architektur dargestellt haben.
Das Highlight unserer Heimreise hieß Prag, dort durften wir dann die Altstadt, die Burg, die Karlsbrücke und weitere Sehenswürdigkeiten kennenlernen.

F: Ihr solltet eure Projekte am Ende präsentieren. In welcher Form fand das statt?
A: Das war eigentlich ganz simpel und wie ein normaler Vortrag. Wir haben eine PowerPoint erstellt und stellten dazu unsere Projekte vor. Jede Gruppe hatte so in etwa 15 min Sprechzeit.

F: Danach habt ihr dann gefeiert?
A: Ja, die Partnerschüler hatten eine kleine Disco, die zu einem Restaurant gehörte, organisiert. Dort gab es dann Getränke und Essen und alle haben getanzt, sogar die Lehrer.

F: Waren die langen Fahrten der An- und Abreise nicht anstrengend?
A: Die Busfahrten waren ganz entspannt, wir hatten viel Spaß und meist haben wir Lieder gesungen. Wir sind auch nur vier, fünf Stunden gefahren, das war alles in Ordnung.

F: Hattet ihr in der Zeit zwischen April und September Kontakt mit euren Austauschschülern?
A: Der intensive Kontakt zu unseren Austauschschülern fing erst wieder kurz vor der Fahrt an, allerdings war es auch nicht so das der Kontakt vollständig abgebrochen war. Kontakt hatten wir dann meistens über Snapchat.

F: Letzte Frage: Wie war der Aufenthalt innerhalb der Familien?
A: Die Familien waren alle sehr freundlich, man durfte sich wie Zuhause fühlen und man hatte sogar sein eigenes Zimmer. Sie versuchten immer mit einem zu reden auch wenn sie stellenweise nicht so gut Englisch beherrschten.

Insgesamt sind die Schüler begeistert von diesem Projekt und wir hoffen auf viele weitere erfolgreiche Jahre lebendiger Partnerschaft, die ohne die aktive Förderung durch die „Landeszentrale für politische Bildung“ so nicht denkbar ist und für die wir herzlich danken.

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